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Start Deutsch 1 Sprechen: 21 Redemittel für alle drei Teile

· 6 Min. Lesezeit · von Benjamin Marcel Farmer, Sprachschmiede – Unterricht in deutscher Sprache und Aussprache

Du kennst die Aufgabe, aber im entscheidenden Moment fehlt dir der passende Satz? Mit diesen 21 Redemitteln kannst du die drei Teile der mündlichen Prüfung gezielt üben. Wichtig ist nicht, dass du lange Sätze sprichst. Wichtig ist, dass dein Gegenüber dich versteht.

Der Artikel ist für dich, wenn du Deutsch für den Ehegattennachzug lernst und dich auf Start Deutsch 1 vorbereitest. Du findest hier für jeden Teil feste Sätze, die du mit deinen eigenen Angaben füllst, und am Ende eine Übungsmethode, die dem Ablauf der Prüfung folgt. Wenn du sofort laut üben willst, beginne mit Sprechen Teil 1 üben. Unterricht mit Lehrkraft findest du unter Die Schule.

So läuft der mündliche Teil ab

Sprechen ist einer von vier Teilen der Prüfung (mehr dazu unter Die vier Prüfungsteile von Start Deutsch 1). Nach den Durchführungsbestimmungen des Goethe-Instituts ist er eine Gruppenprüfung mit höchstens vier Teilnehmenden, dauert etwa 15 Minuten, und es gibt keine Vorbereitungszeit. Die drei Teile bauen aufeinander auf: Zuerst stellst du dich vor, dann fragst und antwortest du, am Ende formulierst du Bitten.

Weil es keine Vorbereitungszeit gibt, hilft es, die Sätze vorher so oft gesprochen zu haben, dass du sie nicht erst bilden musst. Kurze, klare Sätze sind hier besser als komplizierte.

Teil 1: sich vorstellen (8 Redemittel)

In der ersten Aufgabe stellst du dich mit einfachen Sätzen vor. Setze an den freien Stellen deine eigenen Informationen ein.

  • Ich heiße …
  • Ich komme aus …
  • Ich wohne in …
  • Ich bin … Jahre alt.
  • Meine Muttersprache ist …
  • Ich spreche …
  • Ich arbeite als …
  • In meiner Freizeit …

Am Ende deiner Vorstellung bittet dich die Prüferin oder der Prüfer, etwas zu buchstabieren, zum Beispiel deinen Namen oder deinen Wohnort, und fragt nach einer Nummer, etwa deiner Telefonnummer. Alphabet und Zahlen übst du unter Buchstabieren und Zahlen. Wenn dir ein Wort fehlt, lass es weg und mach mit dem nächsten Satz weiter.

Beispielrunde: „Ich heiße Amina. Ich komme aus Marokko und wohne in Casablanca. Ich bin 28 Jahre alt. Meine Muttersprache ist Arabisch, ich spreche auch Französisch. Ich arbeite als Verkäuferin. In meiner Freizeit koche ich gern.“ Die Prüferin sagt: „Buchstabieren Sie bitte Ihren Namen.“ Du antwortest: „A – M – I – N – A.“ Dann fragt sie nach deiner Telefonnummer, und du nennst sie Ziffer für Ziffer.

Teil 2: um Informationen bitten und Informationen geben (9 Redemittel)

In der zweiten Aufgabe geht es um Alltagsthemen, zum Beispiel Einkaufen oder Wochenende. Du ziehst eine Karte mit einem Wort zum Thema, stellst dazu einer anderen Person eine Frage und antwortest auf die Frage, die man dir stellt. Die wichtigsten Fragewörter sind Wer, Was, Wo, Wann, Wie, Wie viel und Warum.

So leitest du die Frage aus der Karte ab: Auf der Karte stehen ein Thema und ein Wort, zum Beispiel „Einkaufen – Brot“. Nimm das Wort auf der Karte, wähle ein passendes Fragewort und frag nach dem Alltag deines Gegenübers. Eine feste Frage, die zu jeder Karte passt, gibt es nicht.

Fünf Fragen, jeweils aus einer Karte gebildet:

  • Einkaufen – Brot: Wo kaufen Sie Brot?
  • Wochenende – Kino: Gehen Sie am Wochenende ins Kino?
  • Essen – Frühstück: Was essen Sie zum Frühstück?
  • Freizeit – Sport: Wann machen Sie Sport?
  • Wohnung – Küche: Wie groß ist Ihre Küche?

Vier Antworten:

  • Ich kaufe Brot im Supermarkt.
  • Ja, ich gehe am Samstag ins Kino.
  • Ich esse Brot mit Käse.
  • Ich mache am Sonntag Sport.

Beispielrunde: Du ziehst „Einkaufen – Brot“ und fragst: „Wo kaufen Sie Brot?“ Die andere Person antwortet: „Ich kaufe Brot im Supermarkt.“ Dann zieht sie eine Karte, zum Beispiel „Wochenende – Kino“, und fragt dich: „Gehen Sie am Wochenende ins Kino?“ Du antwortest: „Ja, ich gehe am Samstag ins Kino.“

Eine Frage, eine Antwort: Halte deine Antworten kurz. So bleibst du im Gespräch.

Teil 3: höflich um etwas bitten (4 Redemittel)

In der dritten Aufgabe ziehst du eine Karte mit einem Bild, formulierst dazu eine höfliche Bitte und reagierst auf die Bitte einer anderen Person, zum Beispiel mit „Ja, gern.“ oder „Hier, bitte.“ Das Wort bitte gehört in jede Bitte.

Alle Beispiele stehen hier in der Höflichkeitsform Sie. Sie passt, wenn du dein Gegenüber nicht gut kennst, und damit auch in der Prüfungsgruppe.

  • Können Sie mir bitte den Stift geben?
  • Können Sie mir bitte die Tasche geben?
  • Können Sie mir bitte ein Glas Wasser geben?
  • Können Sie bitte das Fenster öffnen?

Zeigt die Karte einen Gegenstand, nimmst du immer dasselbe Muster: „Können Sie mir bitte … geben?“ Zeigt sie eine Handlung, etwa ein offenes Fenster, bittest du mit „Können Sie bitte …?“ um diese Handlung. Auch andere höfliche Formen wie „Öffnen Sie bitte das Fenster.“ sind richtig; das feste Muster hilft dir nur, schnell zu antworten.

Beispielrunde: Du ziehst eine Karte mit einem Stift und sagst: „Können Sie mir bitte den Stift geben?“ Die andere Person reagiert: „Ja, gern. Hier, bitte.“ Dann zieht sie eine Karte mit einem Fenster und fragt dich: „Können Sie bitte das Fenster öffnen?“ Du antwortest: „Ja, gern.“

Ein ruhiger Ton und ein klares bitte wirken besser als ein langer Satz. Typische Stolpersteine in diesem Teil beschreibt der Ratgeber Häufige Fehler in der mündlichen Prüfung.

Übungsmethode: Karten ziehen wie in der Prüfung

Die 21 Redemittel nützen dir am meisten, wenn du sie ohne Vorbereitungszeit abrufst. Genau das übst du mit selbst gemachten Karten:

  1. Schreibe auf zehn Zettel je ein Thema mit einem Wort, zum Beispiel „Einkaufen – Brot“ oder „Wochenende – Kino“. Auf zehn weitere Zettel zeichnest oder schreibst du einen Gegenstand, zum Beispiel Stift, Fenster, Tasche.
  2. Sprich zuerst deine Vorstellung aus Teil 1 und lass dir danach deinen Namen zum Buchstabieren und eine Telefonnummer nennen.
  3. Ziehe dann eine Themenkarte und stelle sofort eine Frage. Dein Übungspartner antwortet und stellt dir eine Gegenfrage.
  4. Ziehe eine Gegenstandskarte und formuliere eine Bitte in der Sie-Form. Nimm bei Gegenständen das Muster „Können Sie mir bitte … geben?“. Dein Partner reagiert mit „Ja, gern.“ oder „Hier, bitte.“
  5. Nimm eine Runde mit dem Handy auf. Höre sie an und markiere die Stellen, an denen du länger nach einem Wort gesucht hast. Diese Sätze übst du am nächsten Tag zuerst.

Wie ihr zu zweit am besten übt, steht im Ratgeber A1 lernen als Paar.

Stand: 28.10.2026. Grundlage: Durchführungsbestimmungen Goethe-Zertifikat A1: Start Deutsch 1 des Goethe-Instituts (Stand: 01.09.2023) und Übungsmaterial Modellsatz Sprechen des Goethe-Instituts (goethe.de). Die Karten in der echten Prüfung können andere Themen und Bilder zeigen.

Ob dein Sprachnachweis im Einzelfall für den Ehegattennachzug genügt, entscheidet die deutsche Auslandsvertretung.

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